Diesen Text habe ich im November 2023 geschrieben. Seit Ende November liegen wir in Flensburg, dementsprechend vielfältiger sind die möglichen Freizeitaktivitäten.
Ich habe den Freizeitaspekt unterschätzt. Vor allem deswegen, weil ich gedacht habe, dass wir viel schneller mit der Renovierung fertig sind. Aber auch sonst: Im Nachhinein betrachtet hätte ich mir mehr Gedanken darüber machen sollen, ob mir der Ort, an dem wir arbeiten, gefällt. Wie schnell und einfach sind kulturelle Einrichtungen erreichbar, gibt es Möglichkeiten für soziale Kontakte in der Umgebung? Gråsten und Egernsund sind einfach sehr kleine Orte mit kaum kulturellem Angebot und als Bauernmarkt-gewohnte Einkäuferin sind die Supermärkte hier enttäuschend. Flensburg ist mit dem Bus eine dreiviertel Stunde und 8 Euro entfernt, mit dem Rad eineinhalb Stunden – machbar, aber nicht ums Eck.
Ich nehme mir vor, ab jetzt gleich zu schauen, ob es in den Orten, an denen wir etwas länger bleiben, eine Bibliothek oder ein Yogastudio gibt. Das sind so zwei Orte, an denen ich mich wohlfühle und die mir hier abgehen. Eine Bücherei habe ich mittlerweile gefunden, sie haben sogar ein paar Deutsche und Englische Bücher und die Mitgliedschaft ist kostenlos. Und sie ist super gemütlich und hat am Abend meistens bis um 10 offen. Und es ist warm. Also insgesamt ein sehr toller Ort!
Ein unerwartetes kulturelles Highlight war das Konzert der mexikanischen Gruppe „Bola Suriana“ hier in Gråsten.
Update, seit wir in Flensburg sind:
Ich genieße das Gefühl, wieder in einer Stadt zu sein. Wir waren ein paar Mal im Theater und im Kino, ich habe in der Volkshochschule eine kurzen Französischkurs gemacht und treffe mich immer noch regelmäßig mit drei Menschen, die ich dort kennengelernt habe. Das alles trägt sehr zu meinem Wohlbefinden bei, kann ich nur sagen.
Also habe ich mit meiner Annahme, dass Kultur und Menschen für mich sehr wichtig sind, recht gehabt 🙂